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G20-Treffen zur Ressourceneffizienz

G20-Treffen zur Ressourceneffizienz

Wirtschaftsmächte für nachhaltige Ressourcennutzung

Auf Einladung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks kamen die G20-Staaten ende November zur Ersten Sitzung des G20-Ressourceneffizienz-Dialogs zusammen. Der neue Regierungsprozess wurde beim G20-Gipfel in Hamburg beschlossen. Ziel ist es, im Kreis der zwanzig größten Wirtschaftsmächte den effizienteren und schonenderen Einsatz natürlich Ressourcen wie Rohstoffe, Wasser und Land zu fördern. Hendricks und Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Matthias Machnig eröffnen gemeinsam die Konferenz.

Hendricks: „Wer die Klimaschutzziele von Paris erreichen will, der muss in Ressourceneffizienz investieren. Wenn wir Rohstoffe effizienter verwenden, dann sparen wir auch Energie und Transportwege und schützen wichtige Ökosysteme. Wir brauchen ressourcenschonendere Produkte, Produktionsprozesse und Lebensstile. Mit dem neuen Regierungsdialog für Ressourceneffizienz zeigt die G20, dass sie auch die globalen Umweltthemen anpacken kann.“ Machnig: „Ressourceneffizienz trägt entscheidend dazu bei, den Industriestandort nachhaltig zu stärken und zu modernisieren.

Digitalisierung und Leichtbau sind Treiber für Ressourceneffizienz von denen insbesondere die wachstumsstarken Schwellenländer profitieren können. Mit dem G20 Regierungsdialog ist ein wichtiger Schritt erfolgt, um die dazu notwendige Vernetzung und den erforderlichen Austausch in Gang zu setzen.“

Die G20 hat bei ihrem Gipfel in Hamburg am 7.-8. Juli 2017 beschlossen, einen kontinuierlichen Dialogprozess zu Ressourceneffizienz zu gründen. Als eine der letzten Veranstaltungen unter deutscher G20-Präsidentschaft fand das Erste Treffen des neuen Regierungsprozesses statt. Neben Regierungsdelegationen der G20-Staaten waren auch Vertreter von Internationalen Organisationen, der Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft zugegen. Vertreter größerer Unternehmen und Forschungseinrichtungen erläuterten auf dem Treffen unter anderem, wie sie in bestimmten Produktionsprozessen oder bei der Gestaltung ihres Produktangebotes durch Prinzipien der Kreislaufwirtschaft den Verbrauch eigener Rohstoffe deutlich verringern.

Nach Berechnungen des Weltressourcenrats (International Ressource Panel) könnte der jährliche Rohstoffverbrauch von derzeit 85 Mrd. Tonnen bis 2050 auf 186 Mrd. Tonnen ansteigen, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Mit Ressourceneffizienz und Klimaschutz ließen sich dagegen der Rohstoffverbrauch um 28% und die Treibhausgasemissionen um über 60% senken, während gleichzeitig die globale Wirtschaftsleistung um 1% ansteigt, so der Weltressourcenrat.

Weitere Informationen zu dem Treffen entnehmen Sie der Homepage des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Veröffentlicht von

Anne Schaar

Redakteurin des Magazins wlb

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