Energie-Optimierung mit Pinch-Analyse

Weiterbindung zum Thema PinCH-Analyse

Die Hochschule Luzern hat in den vergangenen Jahren mit Unterstützung des Bundesamts für Energie (BFE) die benutzerfreundliche Software PinCH für die praktische und kostengünstige Durchführung von Pinch-Analysen in der Industrie entwickelt. Seit kurzem ist die neue Version PinCH 3.0 mit zusätzlichen Funktionalitäten zur Optimierung von diskontinuierlichen Prozessen und zur Integration von Wärmespeichern erhältlich. Neben der Software bietet unser BFE-Stützpunkt umfassende Unterstützung im Bereich Pinch-Analysen an. Eine wichtige Aufgabe ist die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften.

Unser Weiterbildungskurs „Energie-Optimierung mit Pinch-Analyse“ besteht aus drei Modulen, die einzeln oder in Kombination absolviert werden können:

Modul 1: Grundlagen, 21./22. September 2017
Modul 2: Anwendung und Vertiefung, 12./13. Oktober 2017
Modul 3: Fortgeschrittene Themen, 16./17. November 2017

Detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Webseite.

Hintergrund:

Thermische Energien machen oft einen grossen Anteil am gesamten Energiebedarf aus. Für die Steigerung der Energieeffizienz ist die prozessinterne Wärmerückgewinnung deshalb zentral: Durch Mehrfachnutzung von Prozesswärme reduzieren sich die Energiekosten. Wärmerückgewinnung ist allerdings meist mit grösseren Investitionen verbunden, zum Beispiel für Wärmeübertrager und Rohrleitungen.

Durch eine Pinch-Analyse finden Ingenieurinnen und Ingenieure mit der Zielsetzung eines minimalen Gesamtbetrags von Investitions- und Energiekosten die optimale Verknüpfung der verschiedenen Energieströme. Dadurch können sie in einer strategischen Planung Massnahmen zur Wärmerückgewinnung für die verbesserte Energieversorgung ableiten. Auch für die Konzipierung von neuen Anlagen und Prozessen ist die Pinch-Analyse ein wertvolles Instrument. Insgesamt beträgt das Potenzial zur Senkung des Primärenergiebedarfs durch eine Pinch-Analyse bis zu 40 Prozent.

PinCH ist eine Weiterentwicklung der Software PinchLENI der ETH Lausanne (EPFL). Die Kompetenzzentren Thermische Energiesysteme & Verfahrenstechnik (CC TEVT) und Distributed Secure Software Systems (D3S) der Hochschule Luzern – Technik & Architektur (HSLU T&A) haben mit der Unterstützung des Bundesamtes für Energie (BFE) und in enger Zusammenarbeit mit einem Expertenteam die erste Version des Engineering-Tools PinCH entwickelt (PinCH 1.0). Die anwenderfreundliche Benutzeroberfläche ermöglicht eine schnelle Einarbeitung in die Methode sowie eine zielgerichtete und kostengünstige Durchführung von klassischen Pinch-Analysen in der Industrie. Damit wird die Anwendung nicht nur für Grossbetriebe, sondern auch für kleinere und mittlere Betriebe machbar.

Eine besondere Stärke von PinCH ist das Heat Exchanger Network (HEN), welches vielfältige Funktionalitäten für das Design von Wärmeübertrager-Netzwerken bietet. Die Software-Architektur basiert auf einer flexiblen Struktur, die zukünftige Erweiterungen zulässt. Mehr Informationen zu de Software erhalten Sie hier.

Anne Schaar

Gepostet von: Anne Schaar

Redakteurin des Magazins wlb

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