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Aus Altlasten lernen

Aus Altlasten lernen

Von der Altlastensanierung zum vorsorgenden Boden- und Grundwasserschutz

Unter der Thematik “Aus Altlasten lernen – von der Altlastensanierung zum vorsorgenden Boden- und Grundwasserschutz” findet das diesjährige Karlsruher Altlastenseminar am 21. und 22. Juni 2017 im IHK Haus der Wirtschaft in Karlsruhe statt. Veranstalter sind der Arbeitskreis Grundwasserschutz e.V. und die Überwachungsgemeinschaft “Bauen für den Umweltschutz” e.V. Konzept und Organisation liegen bei der ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH, Karlsruhe.

Rund 170 Teilnehmer besuchten im letzten Jahr das Karlsruher Altlastenseminar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Konzept des Karlsruher Altlastenseminars ist es, jeweils aktuelle Themen aufzugreifen und einen Überblick über den aktuellen Stand in der Altlastenbearbeitung zu geben sowie neue Entwicklungen und Trends aufzuzeigen. Wie der Untertitel des Seminars bereits andeutet, wird in dem Symposium ein Bogen aus den Erfahrungen der Altlastensanierung heraus hin zum vorsorgenden Boden- und Grundwasserschutz geschlagen.

Ein nach wie vor aktuelles Thema sind die perfluorierten Tenside (PFT), auch bekannt als PFC (perfluorinated compounds). PFT’s werden aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften in einer Vielzahl von Produkten verwendet, sind biologisch nahezu nicht abbaubar und reichen sich dadurch in Boden und Grundwasser sowie in der Nahrungskette an. Diese Produkteigenschaften lassen sich dabei auf zahlreiche weitere Stoffe wie z. B. Pflanzenschutzmittel übertragen. Diese “Mikroschadstoffe” geraten nunmehr nach und nach in den Fokus der Trinkwassergewinnung und erlangen damit auch Relevanz für den vorsorgenden Grundwasserschutz. Die zunehmende Vielfalt der potentiellen Schadstoffe stellt dabei auch die Untersuchungsstrategien vor neue Herausforderungen. Eine Lösung könnte z. B. die wirkungsbezogene Analytik als neues Werkzeug in der Altlastenerkundung darstellen.

Die Pausen wurden für vertiefende Gespräche genutzt

Ein den Veranstaltern wichtiges Seminarthema ist die bundeseinheitliche Verwertungsverordnung, die sog. Mantelverordnung “Ersatzbaustoffe/ Bodenschutz”. Zu diesem Themenblock werden der aktuelle Stand der politischen Umsetzung durch den zuständigen Koordinator des BMUB, Herrn Regierungsdirektor Michael Heugel vorgestellt und flankierende Beiträge zur praktischen Umsetzung und zu weitergehenden Wünschen der Bauwirtschaft nach einem einheitlichen Bauabfallrecht präsentiert.

Ein zunehmend wichtiges Thema vor allem bei Großbaumaßnahmen ist der vorsorgende und der baubegleitende Bodenschutz. Zu diesem Thema wird aktuell an zwei DIN Normentwürfen (DIN 16639 und 18915) gearbeitet. Unser Altlastenseminar widmet sich dem Thema mit drei Beiträgen aus den jeweils unterschiedlichen Positionen der Vortragenden. Erstmalig auch aus der Sicht einer Bürgerinitiative.

Ein weiterer Themenblock betrifft alte Chemieabfalldeponien mit gefährlichen Abfällen, die eine große Boden- und Grundwassergefährdung darstellen. Anhand dreier Projekte aus der Schweiz und Deutschland soll aufgezeigt werden, mit welchen unterschiedlichen Philosophien an die Entscheidung für eine Sanierung durch Rückbau oder eine Sicherung durch Einkapselung herangegangen wird und welches die ausschlaggebenden Entscheidungskriterien sind. Ein wichtigeres Thema in emotional geprägten und von Bürgerprotesten begleiteten Fällen ist die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, um von einer Konfrontation möglichst zu einer Kooperation mit allen Beteiligten zu gelangen.

Eine Online Anmeldung zum Seminar ist über die Homepage der ICP Ingenieurgesellschaft möglich. Hier steht Ihnen auch das komplette Programm des zweitägigen Symposiums zur Verfügung.

Veröffentlicht von

Inga Ronsdorf

Redakteurin bei den Fachzeitschriften wlb UMWELTTECHNIK und VERFAHRENSTECHNIK

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