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Drei auf einen Streich

Drei auf einen Streich

Kombiverfahren zur Entstaubung, Entschwefelung und Entstickung

Ein neu entwickeltes Kombiverfahren zur Entstaubung, Entschwefelung und Entstickung von Abgas wurde bei einem Unternehmen in China eingesetzt. Es ist sowohl für Neuinstallationen als auch für Umbauten geeignet, hält die Grenzwerte sicher ein und spart Platz. Aufgrund der TA-Luft 2017 ist diese Technik auch für Industriebetriebe in Deutschland besonders interessant.

Quelle: Dürr Systems AG

Quelle: Dürr Systems AG

In Deutschland ist gerade der Referentenentwurf zur neuen TA-Luft in Diskussion, und neue Grenzwerte werden schon jetzt in Vollzugsempfehlungen umgesetzt. Es mag der Eindruck entstehen, dass hier nur marginale Anpassungen an den Stand der Technik erfolgt sind, aber die neuen Grenzwerte sind für viele Industrien der Startpunkt, um über Anlagenergänzungen oder aber über gänzlich neue Abgasreinigungsverfahren nachzudenken. In der Industrie gilt es nun, vorhandene Techniken wie Elektrofilter auf ihre langfristige Eignung zu prüfen.
In China ist das industrielle Wachstum nach wie vor höher als in Deutschland. So investieren viele, auch westliche Firmen ­
in neue Produktionsstandorte. Das Bruttoinlandsprodukt wächst zwar nicht mehr ­kometenhaft in den Himmel, die Wachstumsrate ist aber dennoch mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland. Mittlerweile ist es in China schwierig, Produktionsanlagen ohne Abgasbehandlung zu betreiben. Dies gilt vor allem für industriell stark entwickelte Regionen. So erging es auch einem Hersteller von Gebrauchsglas, der sich von der Still­legung seiner Produktionsstätte im Großraum Peking bedroht sah. Er war daher gezwungen, in kürzester Zeit eine passende Abgasreinigungsanlage zu installieren.

Bei der Glasherstellung werden Öfen eingesetzt, in denen das Glas aus verschiedenen Rohstoffen und vor allem Scherben geschmolzen werden. Beheizt werden die Öfen mit Brennern, die trotz einer hohen Energierückgewinnung immer noch große Mengen Brennstoff (Öl oder Gas) benötigen. Der Abgasvolumenstrom enthält aufgrund der hohen Temperaturen in der Glaswanne hohe Werte an Stickoxiden (NOx) sowie Schwefeloxide (SOx) und Staub.
Bei der Planung der Anlage galt es, die aktuellen Grenzwerte sicher einzuhalten und möglichst schon heute auch einer zukün­ftigen Verschärfung Rechnung zu tragen. Dürrs Ecopure CCF-Technologie ermöglicht es, nicht nur die Grenzwerte einzuhalten, sondern sie deutlich zu unterschreiten.


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Veröffentlicht von

Inga Ronsdorf

Redakteurin bei den Fachzeitschriften wlb und VERFAHRENSTECHNIK

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