10. Klärschlammtage

DWA lädt nach Würzburg ein

Vom 20.-22. Juni 2017 lädt die DWA wieder zu der Schwerpunktveranstaltung zum Thema Klärschlamm ein. Es ist die 10. Tagung, die sich seit ihrem Start zu einem festen Treffpunkt der Fachwelt entwickelt hat und mit der Jubiläumsveranstaltung an den Ort zurückkehrt, an dem die erste Tagung stattfand. Auch für 2017 werden wieder über 300 Teilnehmer erwartet, die sich umfassend zu den neuesten politischen, rechtlichen und verfahrenstechnischen Entwicklungen der Klärschlammbehandlung und -entsorgung informieren möchten.

Nach langer Zeit der Unsicherheit darüber, wie der Vollzug des im Koalitionsvertrag der derzeitigen Bundesregierung formulierten Ausstiegs aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung gestaltet werden soll, liegt zur Zeit ein zweiter Referentenentwurf für die neue Klärschlammverordnung vor, der bereits durch die EU notifiziert ist. Es ist zu erwarten, dass im Juni diesen Jahres Klarheit darüber herrscht, ab welcher Kläranlagenausbaugröße und unter welchen Bedingungen eine landwirtschaftliche Schlammverwertung weiter möglich sein wird und in welchem Umfang ein Nährstoffrecycling beginnend mit Phosphor realisiert werden muss.

Vor diesem Hintergrund werden die rechtlichen Aspekte und die daraus resultierenden Konsequenzen ausführlich dargestellt und diskutiert. Ebenso sind Neuerungen des Energierechts (EEG, KWK, EnStG etc.) sowie Fragestellungen rechtlicher Natur bei der interkommunalen Zusammenarbeit Gegenstand der fachlichen Diskussionen. Neben den vorgenannten rechtlichen Diskussionen sind es vor allem auch die letztendlich hieraus resultierenden Änderungen wie sie sich vor allem auf kleinen und mittleren Anlagen aber auch für Großanlagen ergeben. In Folge der energetischen Optimierung vieler Kläranlagen nimmt für die Betreiber das Thema Co-Vergärung oftmals eine wichtige Rolle ein bzw. sind ergänzende Verfahren zur besseren Ausnutzung der im Klärschlamm enthaltenen Organik wie z. B. Aufschlussverfahren und Thermodruckhydrolyse von Interesse.

Im Bereich der thermischen Behandlung wird diskutiert in wieweit die bestehenden Kapazitäten an Monoverbrennungsanlagen für die Zukunft ausreichen werden bzw. welche neuen Verfahren alternativ zur Verfügung stehen. Die in der neuen Klärschlammverordnung vorgeschriebenen Anstrengungen zum Phosphorrecycling gebieten natürlich auch eine Auseinandersetzung mit diesem Thema. Wie all diese neuen Anforderungen im zeitlich vorgegebenen Rahmen bewältigt werden können ist also der Hauptgegenstand der diesjährigen Klärschlammtage. Wir sind sicher, dass die vorgesehenen Beiträge hierzu nicht nur nützliche Informationen sondern auch Hinweise darüber geben können, wie das Aufgabenfeld Klärschlammbehandlung und -entsorgung zukunftssicher gestaltet werden kann. Die begleitende Fachausstellung sowie ein attraktives Rahmenprogramm bieten den Teilnehmern auch die Gelegenheit für intensive Gespräche unter Fachkollegen sowie den Austausch von Erfahrungen und zusätzlichen Informationen zu den Vorträgen.

Weitere Informationen, das Tagungsprogramm und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Anne Schaar

Gepostet von: Anne Schaar

Redakteurin des Magazins wlb

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